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Meldung vom 08.12.2011

Sponsoring: NRW ist Werbetr?ger privatwirtschaftlicher Interessen

Die Antwort der Landesregierung auf die inzwischen vierte Anfrage der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW zum Thema Sponsoring best?tigt: NRW wird auf den Sommerfesten der Landesvertretung in Berlin zu einem gro?fl?chigen Werbetr?ger privatwirtschaftlicher Sponsoren.

?Im Gegenzug stellen die Sponsoren f?r die Sommerparty der rot-gr?nen Landesregierung ?ber 250 Euro pro Gast zur Verf?gung?, erkl?rt R?diger Sagel, haushaltspolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag NRW, unter Verweis auf Zahlen der Landesregierung.

Der Auftritt eines Sponsors mit Werbefl?chen und St?nden in den R?umlichkeiten der NRW-Landesvertretung in Berlin wird dabei, wie die Landesregierung in ihrer Antwort offen einr?umt, abh?ngig gemacht vom ?angemessenen Verh?ltnis zu seinem (finanziellen) Engagement?. ?Diese exklusiven Feiern zwischen Wirtschaft und Politik sind offensichtlich sehr beliebt?, meint Sagel. ?Das sieht man auch an der Party-Koalition aus CDU, SPD, Gr?nen und FDP, die sich im Landtag gegen unseren Antrag gebildet hat, das Sponsoring grunds?tzlich zu unterbinden.?

Zudem, so kritisiert Sagel, bekommen die Sponsoren ihre Zahlungen auch noch von der Steuer abgesetzt. Als Sahneh?ubchen winkt ihnen obendrein ein Gespr?ch mit der Ministerpr?sidentin und Vertretern ihrer Regierung. Dies sei zwar erst kurzfristig, wie es in der Antwort der Landesregierung hei?t, ?wenige Tage vor dem Fest? entschieden worden, macht aber das mittlerweile hundertprozentige Sponsoring des NRW-Sommerfestes auch nicht besser.

Auch eine politische Einflussnahme auf Politiker kann laut Sagel weiterhin nicht ausgeschlossen werden. Die offizielle Intention, bei den Festen das Land NRW zu pr?sentieren, werde durch den Werberummel privater Geldgeber ad absurdum gef?hrt. ?Deshalb fordern wir weiterhin?, erkl?rt Sagel, ?und nach dieser Antwort versch?rft, diese Feste ohne Sponsorengelder zu gestalten.?



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