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Meldung vom 12.05.2014

Auflösung der Studienfonds: LINKE unterstützt Münsters Universität

Der Papst hat seine Zustimmung gegeben, doch der Segen von oben ist leider nicht segensreich für Münsters Universität sondern nur für die katholische Kirche selbst, kritisiert LINKE-Landessprecher und Kommunalwahl-Spitzenkandidat Rüdiger Sagel den Deal zwischen Landesregierung und Kirche zur Auflösung der Studienfonds.


"Die SPD-Grüne Landesregierung hat bei dem Geschäft zur Auflösung der Studienfonds der Universität in Münster massiv geschadet. Die Auflösung von mindestens 4 der 6 NRW-Fonds, die mit rund 320 Millionen Euro ausgestattet sind, entzieht den Hochschulen in NRW und besonders der Universität in Münster eine wichtige Finanzierungsquelle in jährlicher Millionenhöhe und begünstigt kirchliche Einrichtungen. Allein rund 100 Millionen gehen durch den großen münsterschen Fonds so verloren.


Leider hat auch der Papst nur seine eigenen kirchlichen Schäfchen im Auge und nicht die Zehntausende von Studierenden an Münsters Uni. Das Bistum Münster will z.B. von nun an "katholische Schulen" verstärkt unterstützen und den "geistlichen Nachwuchs" verstärkt fördern. Zu kurz bei der Finanzierung kommen erneut die Hochschulen des Landes, die sowieso schon chronisch unterfinanziert sind - und unter Raumnot und Personalmangel leiden. Eine mögliche Verfassungsklage der Universität Münster ist deshalb mehr als berechtigt. Denn eine alternative Finanzierung der Uni Münster ist nicht in Sicht und man hat den Eindruck, dass die Zeit des Raubrittertums zurückgekehrt ist. Denn im Sinne einer allgemeinen und staatlichen Bildungsfinanzierung ist das, was SPD und Grüne jetzt hier auch in Münster machen, nicht."



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