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Meldung vom 13.09.2013

Fremde sind in Münster willkommen! - Rechtspopulistische Äußerungen hingegen unerträglich!

Die Äußerungen des CDU-Kreisvorsitzenden Rickfelder gegen die Aufnahme von AusländerInnen in Münster sind ein Verstoß gegen die guten Sitten und konterkarieren die konstruktive Migrationspolitik in unserer Stadt, kritisiert Rüdiger Sagel, Mitglied im Stadplanungsausschuss und im Vorstand einer Münsterschen Flüchtlingshilfsorganisation.


Das Boot ist nicht voll, Herr Rickfelder!


"Menschen aus Syrien flüchten vor dem Bürgerkrieg. Land und Kommunen müssen auch für ein menschenwürdiges und sicheres Leben aller ZuwanderInnen aus EU-Staaten wie Bulgarien und Rumänien sorgen. Die dezentrale Unterbringung in Münster hat sich jahrelang bewährt und das Boot ist auch nicht voll, Herr Rickfelder. Münster muss aber jetzt bedeutend mehr bezahlbaren Wohnraum schaffen, auch für Menschen, die aus anderen Ländern nach Münster kommen."


Aktive Unterstützung notwendig


An mehreren Orten Nordrhein-Westfalens sind in den vergangenen Jahren Konflikte um den Umgang mit den Zuzug von EU-Bürgerinnen und –Bürgern aus Bulgarien und Rumänien entstanden, warnt Sagel vor Scharfmachertum. "Während der Einsatz von jährlich zig-tausenden Saisonarbeiterinnen und –arbeitern aus diesen Ländern niemandem Kopfzerbrechen bereitet, werden diese Menschen schnell als „osteuropäische Armutszuwanderer“ gebrandmarkt sobald sie längerfristig in Deutschland bleiben möchten. Da es sich bei der großen Mehrheit um Angehörige von europäischen Minderheiten handelt, werden von rechten Demagogen Ressentiments bedient und geschürt. Statt den Menschen aktiv zu helfen, wollen viele Kommunen sie gleich wieder loswerden.


Solidarität darf keine Grenzen kennen


Eine menschenverachtende Haltung bei Teilen der Bevölkerung darf nicht bestärkt werden. Statt sozialen Frieden herzustellen hat sie die tatsächlich bestehenden sozialen Probleme verschärft – und spielt nun Menschen gegeneinander aus. Solidarität darf keine Grenzen kennen. Der Ausgrenzung der betroffenen Menschen müssen die Kommunen aktiv entgegenwirken. Ohne Unterstützung aus Mitteln des Landes werden die ohnehin klammen Kommunen diese Aufgaben aber nicht stemmen können. Land und Kommunen dürfen die Verantwortung nicht auf dem Rücken der Betroffenen zwischen sich hin und herschieben. Fremde müssen auch in Zukunft in Münster willkommen sein!"



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