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Meldung vom 14.05.2009

LINKE fordert neuen Armutsbericht f?r M?nster: Auch im reichen M?nster ist Armut an der Tagesordnung

Die aktuelle Situation erfordert einen neuen Armutsbericht der Stadt M?nster, aus dem sich konkrete Perspektiven zur Verbesserung der Situation ableiten lassen, sehen der m?nstersche Landtagsabgeordnete R?diger Sagel und Ratsherr Ali Atalan (LINKE) konkreten Handlungsbedarf.

"Denn der als arm geltende Personenkreis, das hei?t Menschen, die Leistungen nach dem SGB II, existenzsichernde Leistungen nach dem SGB XII oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhalten, ist mit knapp 25.000 Berechtigten durch das Zusammenlegen von Arbeitslosen- und Sozialhilfe zum Jahreswechsel 2005 deutlich angestiegen."

Aufgrund der Tatsache, dass der letzte Armutsbericht der Stadt M?nster aus dem Jahr 2002 stammt, fordern Sagel und Atalan eine neue und mit dem Bericht von 2002 vergleichende Studie, die z?gig erarbeitet werden soll.

"Es gibt in der eigentlich reichen Stadt M?nster offene und in noch gr??erem Ma?e verdeckte Armut. Vor allem Kinder leiden unter den damit verbundenen Verh?ltnissen besonders. Insgesamt sind 7086 Kinder vom SGB II (Hartz 4) betroffen und 502 Kinder leben unter den noch schlechteren Bedingungen des Asylbewerberleistungsgesetzes. Zwar verdient in M?nster jedeR Vierte, der fast 13.000 Empf?ngerInnen von Arbeitslosengeld II dazu und verbessert so aus eigener Kraft ihre/seine finanzielle Situation, doch fehlt es an kommunalen Ma?nahmen, wie armutsbedingte Belastungen gemildert oder ?berwunden werden k?nnen. Durch die mit dem R?dl-Gutachten und die von der CDU/FDP-Ratsmehrheit vorgenommenen K?rzungen wurde die Situation zudem noch versch?rft."

Insgesamt ist vor allem das Gesundheitsbild armer Kinder von vielf?ltigen Beeintr?chtigungen gepr?gt. "Dies ist in erster Linie die Folge von unzureichender Ern?hrung, unzureichender Versorgung und unzureichender Wohnverh?ltnisse. In diesem Bereich sind daher ebenso niedrigschwellige, so wie lebensweltnahe Ma?nahmen und Angebote gefragt, die sowohl geschlechtsspezifische als auch interkulturelle Aspekte zu ber?cksichtigen haben. Auch die Stadt M?nster kommt bereits in einer neuen Ratsvorlage (V/0075/2009) zu der Auffassung, dass 'es jedoch im st?dtischen Handlungsinstrumentarium an einem Ansatz fehlt, aus dessen Mitteln Kinder und Jugendliche mit Armutsrisiko individuell im Zusammenhang mit au?erschulischen Aktivit?ten jedenfalls vor?bergehend unterst?tzt werden k?nnten'?.

Um einen umfangreichen, konkreten und dauerhaft unterst?tzenden Ma?nahmenkatalog zu entwickeln, sollte die tats?chliche Situation der Armut in M?nster genau erfasst werden, fordern Sagel und Atalan. "Armut muss entschieden bek?mpft werden und darf es in M?nster nicht mehr geben. Alle Kinder in M?nster m?ssen eine lebenswerte Zukunft in unserer Stadt haben."



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